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Brandaktuell: Der neue Film von Brandl-Pictures. TALK TO ME SWEET DARLING mit Yvette Costeau....

Talk To Me, Sweet Darling

Psychothriller

Release: 30.12.2020

Regie: Günther Brandl

Mit Günther Brandl, Tari Ritter, Melody Bayer, Yvette Costeau, Oliver Troska, Markus Pauli u. a.

Für Luca (Günther Brandl) ist es die vielzitierte Liebe auf den ersten Blick: Sarah (Tari Ritter) ist nicht nur liebevoll und sexy, sondern sie gibt ihm auch den Kick, den er sich in seinen bisherigen Beziehungen immer erseht hat. Klar, dass es da vor allem im Bett prima läuft. Das Glück der beiden wäre perfekt, wenn es da nicht ein kleines Problem geben würde: Sarah ist nicht real! Sie ist eine Puppe! Genauer gesagt eine Schaufensterpuppe, die nur in Lucas Fantasie zum Leben erwacht...

Sie denken jetzt möglicherweise: wie strange ist das denn? Und genau das denken auch Lucas Mitmenschen in der weiteren Geschichte. Sei es der Hausmeister, der dem liebkosenden Pärchen im Flur begegnet, und allen voran natürlich Lucas Mutter, die das ganze zuerst für einen dummen Scherz hält. Die einzige die ihn gewähren lässt, ist seine Frau Elena (Melody Bayer). Weil sie nicht anders kann. Nach einer rätselhaften Erkrankung befindet sie sich an den Rollstuhl gefesselt im Wachkoma. Und genau dieser Schicksalsschlag - so wird schnell klar - ist wohl auch die Ursache für Lucas paranoide Erscheinung. Denn all das was ihm seine geliebte Frau nicht mehr geben kann, projeziert er nun auf die Kunstfigur. Die ihm natürlich jeden Wunsch von den Augen abliest...

Und dass diese nicht nur einfach eine bloße Illusion der Hauptfigur ist, sondern eben in Form der Puppe wirklich existiert, ist der geniale Kniff der Story, die diesmal wieder aus der alleinigen Feder von Günther stammt. Durch einen ständigen Wechsel der Beobachterperspektive treibt er das Ganze dann genüsslich auf die Spitze. So springt der Zuschauer teilweise innerhalb einer Szene zwischen Lucas Vorstellung und der Realität hin und her. Was zu so skurrilen Momenten wie einer Sex-Szene mit eben jener Schaufensterpuppe führt. Explizit dargestellt...

Gut, überraschend ist das kaum, bedenkt man dass Günther mit seinen Solo-Werken “Unholy Ground” und vor allem “The Childr*n of Golgotha” ja schon so einiges an Extremen auf die Leinwand gebracht hat. So krass wird es hier natürlich nicht. Überhaupt erweckt sowohl Story als auch so mancher Filmausschnitt den Eindruck, der Film würde viel mehr in eine surreale fast schon dezent  skandalöse Kerbe einschlagen. Doch dem ist nicht so. Viel mehr verläuft die Geschichte - mal abgesehen von der Grundsituation - in eher konventionellen Bahnen. Man erfährt einiges über die Person Luca, sein Leiden, seine Sehnsüchte, aber auch seine Abgründe. Von einem Drama ist das Ganze jedoch noch weit entfernt. Dass man sich hier im Thriller-Genre befindet, merkt der Zuschauer sehr schnell, denn bald dämmert ihm auch,

dass hinter der Love-Story ohne Zukunft mehr steckt als nur eine harmlose Wahnvorstellung. Ein bitteres Ende ist da vorprogrammiert.

Sex and Crime - es sind also die eher bewährten Zutaten die “Talk To Me, Sweet Darling” anrührt. Die Prioritäten liegen dabei auch deutlich auf ersterem. Dass die weibliche Hauptfigur die meiste Zeit des Films nackt ist, mag auf den ersten Blick unrealistisch erscheinen, ist aber mehr als logisch: wir reden hier ja schließlich über die Idealvorstellung eines Mannes...

 

Die DVD ist bei mir im Studio erhältlich